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Ein paar Kabel über den Himmel gespannt

Ein paar Kabel über den Himmel gespannt und eine Ersatzleuchte über die Köpfe gehängt: ja, man kann sich helfen lassen, wenn das Wetter so mies ist, dass nicht das kleinste Stück Sonne zu sehen ist. Der oberste Lichtwart drückt einfach auf einen Knopf und dann geht uns da unten am Marktplatz das Licht auf. Dann können wir unsere großen Reden führen, während uns die randvoll gefüllten Körbe schwer am Arm hängen und die neuerdings in Massen gezüchteten HabDichLiebHunde um unsere Beine streichen, bis wir ihnen  aus der freien Hand  ein Wurstblatt ums andere  ins Maul fallen lassen. 

Wenn man was sehen kann

Ich mag es, wenn man sehen kann, wie etwas gemacht ist. Wenn man verstehen kann, warum etwas funktioniert. Es ist gut, wenn auch die Mühe ablesbar ist wie an diesem sich unter der jahrhundertelang getragenen Last biegenden Balken - ein Gegenstück zur Instagrammwelt. 

Täuschung

Sie tun, als ob sie Rauchfänge wären. Aber wenn man genau hinhört, hört man die Orgelklänge. 

Status - Garten

 Es geht voran, nun nur noch die Kaltfront überstehen und dann: Abfahrt in den Frühling!  Im Folientunnel hat der Mangold überlebt!

Manchmal

Manchmal kann man sie sehen, die kleinen, eiligen Männchen, die hinter den Farbschichten die Wände entlanglaufen.

Eine wundersame Reise

Es ist eine wundersame Reise, so nachhause zu fahren am Rand zur Nacht, wenn die Sonne verborgen hinter den südlicheren Bäumen steht und sich zu überlegen scheint, ob sie auf- oder untergehen soll. 

In Sachen Kitsch …

  Mal bissl in die Vollen gegangen in Sachen Kitsch … Kitsch ist ein Zartheits- und ein Zärtlichkeitszerstörer. Jeder noch so feine Gedanke, jedes noch so zarte Bild, jedes noch so seltene Gefühl – jeder noch so verborgene Weg wird tausend Mal beschritten, wird mit den klobigsten Bergschuhen breit- & breiig getreten und mit Stöckelschühchen wird gnadenlos in die Tiefe hinuntergestochert, bis alles kaputt ist. Wie so ein Harvester: wo der gewütet hat, bleiben auch nur seine tief in den aufgewühlten Waldboden gegrabenen Spuren zurück. Alles andere ist platt gemacht. (und aus einer Diskussion hebe ich mir meinen Beitrag hier sozusagen auf: Ich habe diesen Kitsch-Horror ja hauptsächlich bei allem Sprachlichen. Bei Ludwig Hirsch kommt dann noch dazu, dass ich diesen gar so zur Schau gestellten sich wie ein Kaugummi ziehenden wohligen Dauerseelenschmerz nicht gut, nein gar nicht aushalte. Womöglich ist er mir (als Wienerin) zu nah.  Aber dass man sich die entsprechende Musik z...