Ein Flanieren ist das zwischen Tischen und Sesseln, zwischen Schränken und Kommoden, zwischen Betten und Nachtkästchen. Du gehst durch die hohen, weißen Türen und hörst den Parkettboden seufzen über all die hundert Jahre, wo er dich und deinesgleichen nun schon trägt. Tag für Tag, Schritt für Schritt. Du könntest fußfassen zwischen all den Möbeln oder du kannst es nicht. Du kannst es nicht. Ohne zu schauen streichst du im Vorübergehen über ihre Oberflächen und ziehst alles, das du berührt hast, in einem langen unsichtbaren Zug hinter dir her wie eine verspielte Girlande, die sich versehentlich an dir verfangen hat.
Fotos - vorzugsweise vom Moosauer-Hof: http://www.moosauer-hof.at. Copyright der Fotos und Texte : Andrea Heinisch
Dieses Flanieren zwischen einst und jetzt kenne ich. Mal kurz und traumwandlerisch, mal intensiv und melancholisch.
AntwortenLöschenUnd meistens sind es Dinge, die uns anrühren, Geräusche, Gerüche...
Lieben Heutegruss.
Liebe Grüße zurück und danke für deine stetige Begleitung meiner Texte! :)
LöschenAndrea
dieses durchstreifen gefällt mir. ich erinnere mich sofort an das hölzere treppengeländer, auf dem fuhr ich so gern mit der hand entlang. aber durch die zimmer streife ich eigentlich eher in gedanken, und der fliesenboden knarrt leider nicht. lieben gruß, roswitha
AntwortenLöschenHölzerne Treppengeländer eignen sich tatsächlich richtig gut für solche "Streifzüge"! :)
LöschenLiebe Grüße, Andrea