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Containerweise

So prall ist die Traurigkeit verschnürt, dass sie zwischen den Schnüren herausquillt wie bei diesen großen Altkleiderpaketen, die wir in riesigen Containern nach Afrika schicken. Wo sie unbesehen ersteigert, auseinandergenommen und stückweise an die Straßenhändler weiterverkauft werden. Traurigkeit als Exportware, aufgetragener Kummer, viel zu oft mit Flecken oder gleich löchrig oder zerrissen, als dass man damit noch wirklich Geld machen könnte. Noch nicht mal da unten in Afrika. Aber wie man so schön sagt: Die Hoffnung lebt. Und am lebendigsten ist sie dort, wo es keine Hoffnung gibt, und deshalb wird gleich im Hafen jeder Kummer gelöscht. So abgetragen kann er gar nicht sein, und ab und zu finden sich dann ja doch auch noch gute Stücke, solider Erste-Welt-Kummer, ganz frisch getrocknete Tränen glitzern auf fast ungetragenen Trauerschärpen. Womöglich von einer Misswahl. Vielleicht sogar das Siegerinnenoutfit. 






Kommentare

  1. Oje, das ist ein betrübliches und belastendes Thema: Überfluss und Mangel, Wohlstand und Armut, Verteilungsmisere, Machtmissbrauch, Weltenungleichgewicht...
    Da kommt auch bei mir Traurigkeit auf, die sich kaum verschnüren lässt.
    Einen nachdenklichen Morgengruss,
    Brigitte

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Save The Date: Herbsttermine

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