So prall ist die Traurigkeit
verschnürt, dass sie zwischen den Schnüren herausquillt wie bei diesen großen
Altkleiderpaketen, die wir in riesigen Containern nach Afrika schicken. Wo sie
unbesehen ersteigert, auseinandergenommen und stückweise an die Straßenhändler
weiterverkauft werden. Traurigkeit als Exportware, aufgetragener Kummer, viel
zu oft mit Flecken oder gleich löchrig oder zerrissen, als dass man damit noch
wirklich Geld machen könnte. Noch nicht mal da unten in Afrika. Aber wie man so
schön sagt: Die Hoffnung lebt. Und am lebendigsten ist sie dort, wo es keine
Hoffnung gibt, und deshalb wird gleich im Hafen jeder Kummer gelöscht.
So abgetragen kann er gar nicht sein, und ab und zu finden sich dann ja doch
auch noch gute Stücke, solider Erste-Welt-Kummer, ganz frisch getrocknete
Tränen glitzern auf fast ungetragenen Trauerschärpen. Womöglich von einer
Misswahl. Vielleicht sogar das Siegerinnenoutfit.
. Aus irgendwelchen Gründen kann ich hier keine Fotos mehr hochladen. So habe ich einen neuen Blog gestartet, wobei ich mich dort noch ganz schön herumplage ... Aber hier: Andrea Heinisch, der Blog – Fotos, Texte und Neuigkeiten von Andrea Heinisch (wordpress.com) geht es weiter! Davon abgesehen bin ich jedoch wie jeden Sommer ohnehin schwer beschäftigt: Nach den ganzen Beeren müssen nun Tomaten, Gurken, Zuccini, Paprika, Lauch, ... verarbeitet werden, und Besuch findet sich hier auf unserem Hof ja auch immer wieder ein. Alles andere muss dazwischen passieren. :) Liebe Grüße, Andrea

Oje, das ist ein betrübliches und belastendes Thema: Überfluss und Mangel, Wohlstand und Armut, Verteilungsmisere, Machtmissbrauch, Weltenungleichgewicht...
AntwortenLöschenDa kommt auch bei mir Traurigkeit auf, die sich kaum verschnüren lässt.
Einen nachdenklichen Morgengruss,
Brigitte
Einen lieben Gruß! Andrea
AntwortenLöschen