Das Kind. Das Kind steht in der Tür und wartet auf Ina, weil Ina einen Regenschirm aus durchsichtigem Plastik hat. Ina ist nämlich aus Zucker, das Kind aber ist aus Fleisch und Blut mit genug Haut drumherum, deshalb schadet es ihm nicht, wenn es nass wird. „Im Mairegen wächst man“, sagt die Großmutter. „Du wirst doch nicht so ein Zwergerl bleiben wollen wie das Ebenbauermensch!“ „Aber es ist doch gar nicht Mai!“ „Red‘ nicht immer zurück, das bringt Unglück!“, sagt die Großmutter. „Glaub mir das!“ Inas Regenschirm knuspert, wenn sie ihn zusammenklappt, und das Plastik quietscht, wenn es noch nass ist und das Kind die Schirmflügel aneinanderreibt. Das Kind hätte auch gern so einen Schirm, aber es ist nicht aus Zucker und außerdem hat es eh eine gelbe Regenjacke mit Reflektoren. ‚Das ist viel praktischer. Und sicherer‘, sagt die Mutter. Das Kind drängt sich zu Ina unter den Schirm. Die beiden laufen hinüber zum Ebenbauerhaus. Die Mutter ruft dem Kind nach: „Du hast die Jacke vergessen!“ Das Kind ist aber schon ins andere Haus geschlüpft. Es ist nicht nass geworden, es wird nicht wachsen, aber das ist ihm jetzt egal.
. Aus irgendwelchen Gründen kann ich hier keine Fotos mehr hochladen. So habe ich einen neuen Blog gestartet, wobei ich mich dort noch ganz schön herumplage ... Aber hier: Andrea Heinisch, der Blog – Fotos, Texte und Neuigkeiten von Andrea Heinisch (wordpress.com) geht es weiter! Davon abgesehen bin ich jedoch wie jeden Sommer ohnehin schwer beschäftigt: Nach den ganzen Beeren müssen nun Tomaten, Gurken, Zuccini, Paprika, Lauch, ... verarbeitet werden, und Besuch findet sich hier auf unserem Hof ja auch immer wieder ein. Alles andere muss dazwischen passieren. :) Liebe Grüße, Andrea

Kinderlogik und Erwachsenensprüche, die viel Schaden anrichten können.
AntwortenLöschenZum Glück sind Kinder nicht aus Zucker...
Der Text gefällt mir.
Lieben Montagsgruss,
Brigitte
... ja, auch wenn sie oft zuckersüß sind ... :)))
LöschenLiebe Grüße und einen guten Wochenanfang!
Andrea