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Reisen. Immer reisen.

 . Die Welt, ein Reisekatalog und lauter Ziele. Endlich Ziele. Irgendwo aufschlagen, nur ein wenig schielen, damit wir die High-End-Seiten erwischen mit den High-End-Zielen, so unbestimmt die Sehnsucht ist, so bestimmt sind ihre Ziele, die Augen geschlossen, mit dem Finger wohin getippt: Reisen. Reisen wie auf der Flucht, obwohl wir doch die mit den guten Leben sind. Flucht nach vorne. Ins noch bessere Leben, im Fall des Falles auch dorthin, wo die mit den viel schlechteren Leben leben. An diesen herrlichen Stränden. In diesen malerischen Land- und Ort- und Stadtschaften. Wo die mit den glücklichen Gesichtern leben, wo sie so glücklich sind und nicht reisen müssen wie wir, die im Wohlstand feststecken wie im Glückssirup. Reisen, immer reisen, reisen. Der Schönheit, der Besonderheit, den Ausnahmen, unseretwegen auch der Armut hinterher, wenn es nicht anders geht und wenn sie uns nicht ungefragt unters Hemd greift, und der Sonne, die alles so unterschiedslos. So unfair, wie wir selbs...

Zum Jahresausklang

  Auch wenn ich nicht weiß, wie ich mein Glück mit den vielen schrecklichen Dingen, die gleichzeitig passieren, in Übereinklang bringen soll (ich kann es nicht in Übereinklang bringen): Für mich geht heute ein ganz besonderes Jahr zuende, meine zweite Enkeltochter ist auf die Welt gekommen, mein erstes Buch ist erschienen und es gab noch viele andere glücklichmachende Erlebnisse, Erfahrungen, Umstände,... Was für ein Jahr! Ich werde es ausgiebig feiern und verabschieden - und das neue dann ebenso eröffnen. So manches weiß ich ja schon von dem, das da auf mich wartet. Ich bin voller Vorfreude! Meine guten Wünsche ans kommende Jahr gelten meiner Familie, meinen Freunden und Freundinnen, Begleitern und Begleiterinnen. Wäre ich esoterisch, würde ich aber alle meine Energien und Kräfte bündeln für die, die sie dringender brauchen.

Kleiner Jahresrückblick

 . Wenn ich das vergangene Jahr auseinanderfalte … 2023 … was fällt dabei heraus? Viel und das ist wohl das Zentrale, diese pure Menge an Ereignissen, Erlebnissen, Erfahrungen, an sich wandelnden Sachverhalten, an Entscheidungen, an Geschenktem, Gewonnenem und auch an Verlorenem. Was gut oder schlecht oder beides oder keines von beiden ist. Auch Bilder, wie zum Beispiel: Wenn ein Leben plötzlich Kopf steht und ihm diese ganzen Mengen aus den Taschen fallen, dass ihm direkt schwindlig wird. Wenn vor lauter Kopfstehen dann auf einmal zu viel Blut in die falsche Richtung fließt und es plötzlich eine Carotis gibt, die das alles (jetzt aber wirklich!) zu üppig findet. Wie eh alles gut bleibt, weil es eh nur ein Warnschuss war hinein in den ganzen Wirrwarr und in dieses Vorwärtsgerissen-Sein. Gibt es Glücksschläge? Wenn ja, dann hatte ich jede Menge davon in diesem Jahr. Wie es weitergehen wird? Milder vielleicht? Mit mehr Bedacht? Gut wäre das, mag sein, aber es wird nicht so sein, weil...

Wenn Bäume fallen

 

Frohe Tage

Ich wünsche allen, die hier mitlesen, schöne Festtage! 

Alte Bilder (Parabel)

 . Auf der Schneepiste – das sind alte Bilder, sagt L., er sagt das bedächtig, als wäre er eigentlich noch gar nicht fertig mit seinen Überlegungen, als käme er erst durchs Aussprechen zum endgültigen Schluss. Schluss ist das Stichwort, sagt S., die ihren Schal bei L. vergessen hat, ihn aber nicht mehr holen kann, weil sie mit L. Schluss gemacht hat und sie ganz sicher nicht noch einmal in seine Wohnung gehen wird. Wie aufregend, sage ich. Hast du keine anderen Sorgen? Nein, sagt S., ich habe keine anderen Sorgen außer dass ich Halsweh kriegen werde. Oder dass jeder die Bissspuren von der letzten Nacht sehen kann, wenn ich auf die Straße gehe. Vampir? frage ich fachmännisch. Ja, sagt S., ein Scheißvampir. Er materialisiert sich einfach nicht. Ich kenne mich nicht besonders gut aus mit Vampiren, deshalb verstehe ich nicht, wie jemand, der sich nicht materialisiert, Bissspuren hinterlassen kann. S. ist amüsiert. Sie freut sich immer, wenn sie mehr weiß als ich. Mehr z...